RAUM + ENTWERFEN

BACHELOR

Entwurf

Studio Raum I

Leben heißt, von einem Raum zum anderen gehen.
(Georges Perec)


Unser Alltag ist räumlich. Unsere täglichen Routinen und Handlungen entfalten sich im
Raum und schaffen Raum. Im Studio Raum I werden Sie sich mit Ihren Alltagsroutinen
und Ihrer alltäglichen Umwelt als Ineinandergreifen von raumnutzenden, raumwahrnehmenden
sowie raumbildenden Handlungen und Erfahrungen auseinandersetzen.
Das scheinbar Bekannte, Gekonnte und Gewohnte verflüchtigt sich zugunsten erneut
zu entdeckender und neu zu entwerfender Möglichkeitsräume. Als Studierende der
Architektur werden Sie von Gewohnheitstieren und Routiniers zu Entdeckern und
Entwerfern des Überraschenden im Alltäglichen.

 

      

 

MASTER

Entwurf

Reinraum

Der Entwurf REINRAUM basiert auf einer dreigeteilten Entwurfsmedthodik, die auf Oswald Matthias Ungers’ Postulat der drei fundamentalen Ebenen von Architektur aufbaut.
Diese Ebenen, die er in der Einleitung zu „Morphologie. City Metaphors“ formulierte, lauten: 1. physikalischen Fakten, 2. psychologische Eindrücke und 3. Metaphern, Analogien und Modelle.

Die Entwurfsaufgabe besteht dementsprechend nicht aus einer, sondern aus drei Aufgabenstellungen. Während die ersten beiden gegeben werden, müssen die Studierenden die Dritte selber entwickeln.

Was sind heutzutage in der Architetur bedeutende Metaphern, Analogien und Modelle und welche Rolle spielen sie im Entwurf und der Auffassung von Architektur?

Wissenschaftliche Untersuchungen sind auch oft durch die Verwendung von Modellen strukturiert, wie u.a. das Atommodell verdeutlicht. Als idealisierte Repräsentationen der Wirklichkeit, übersetzen sie das Abstrakte in eine nachvollziehbare Form.
Auch unsere technische Umgebung wird erst über (oft architektonische) Metaphern und Analogien verständlich: Z.B. Windows, Firewall, Chatroom.

Ort der Aufgabe ist das wissenschaftlich-technologische Umfeld des Campus Nord, das auf den ersten Blick nur von physikalischen und technologischen Notwendigkeiten geformt zu sein scheint.

Die Studierenden entwerfen in diesem Kontext ein Reinraumcluster, das von unterschiedlichen Instituten als Forschungsumgebung genutzt wird.
Im Reinraumcluster gibt es keine verunreinigende Materie: Es ist reiner Raum.